Der Rote Turm (Kızılkule) ist das Wahrzeichen von Alanya: ein achteckiger Wehrturm aus dem Jahr 1226, direkt am Hafen, am Ende der Hafenpromenade İskele Caddesi. Der letzte von der Stadtverwaltung veröffentlichte Eintrittspreis liegt bei 100 Lira (Studenten 50 Lira), geöffnet ist laut dem Eintrag der Stadt täglich von 09:00 bis 19:30 Uhr. Aus dem Zentrum gehst du zu Fuß hin, alternativ nimmst du den Stadtbus oder ein Taxi. Wir waren selbst dort und nehmen dich in diesem Artikel mit: erst die wichtigsten Fakten zum Turm, dann Preise, Öffnungszeiten und Anfahrt, zum Schluss ein Rundgang in Bildern – mit Blick über Hafen und Burgberg. Wir haben alle Angaben im September 2026 noch einmal geprüft. Die Preise sind seit unserem Besuch stark gestiegen: Damals kostete der Turm 6 Lira, der zuletzt von der Stadt Alanya angekündigte Tarif liegt bei 100 Lira (die Werft ebenfalls 100, die Damlataş-Höhle 150). Wichtig: Turm und Werft gehören der Stadtverwaltung Alanya, nicht dem Kulturministerium – der Museum Pass gilt hier nicht. Neu ist die Seilbahn Alanya Teleferik, die es bei unserem Besuch noch nicht gab. Für Ausländer kostet sie 620 Lira, für Einheimische 250. Der Kızılkule gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Alanya. Er steht im Hafenviertel, denn gebaut wurde er zum Schutz des Hafens. Nachdem die Seldschuken Alanya erobert hatten, ließ Sultan Alaeddin Keykubad I. den Wachturm errichten, fertig war er im April 1226. „Kızıl Kule“ heißt auf Türkisch Roter Turm – nach der Farbe der Ziegel. Genauer gesagt: Unten sind die Mauern aus behauenem Kalkstein, rot ist nur der Ziegelbau im oberen Teil. Der achteckige Turm hat einen Durchmesser von 29 Metern, jede der acht Seiten ist 12,5 Meter breit. Die Höhe beträgt 33 Meter, allerdings nur auf der Ostseite: Der Turm steht auf schrägem Fels, im Westen ist er drei Meter niedriger. Auch heute wirkt er noch unglaublich wuchtig. Er hat fünf Ebenen. Oft liest man, der Turm fasse 2000 Menschen. Das stimmt so nicht: Der Reisende Evliya Çelebi schrieb im 17. Jahrhundert, dass sich während einer Belagerung zweitausend Menschen im Turm in Sicherheit gebracht hätten. Bekannt ist auch der Baumeister: Ebu Ali Reha el-Kettani aus Aleppo. Sein Name steht auf einer Inschrift rechts neben der Eingangstür. Jahrhundertelang schützte der Rote Turm den Hafen zuverlässig vor Angriffen von See. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel und Teil fast jeder Stadtführung durch Alanya. Seit 1979 gibt es im Turm ein kleines ethnografisches Museum. Bei unserem Besuch ging es dort vor allem um die Geschichte des Turms und der Stadt. Der Eintrag, den die Stadt Alanya selbst pflegt, nennt einheitliche Zeiten: täglich von 09:00 bis 19:30 Uhr, ohne Ruhetag. Früher galten Saisonzeiten – von April bis Oktober 9 bis 19 Uhr, von November bis März 8 bis 17 Uhr. Türkische Reiseführer nennen bis heute unterschiedliche Varianten, frag im Zweifel vor Ort nach. Die Burg oben auf dem Berg ist von 08:00 bis 19:30 Uhr geöffnet, die Kasse schließt um 19:00 Uhr. Bei unserem Besuch gab es an der Kasse des Kızılkule mehrere Tickets: Diese Preise sind längst Geschichte. Der zuletzt veröffentlichte Tarif der Stadt Alanya: Kızılkule 100 Lira (Studenten 50), Werft (Tersane) 100 Lira, Damlataş-Höhle 150 Lira. Kombitickets tauchen in diesem Tarif nicht mehr auf. Ehrlicherweise: Dieser Tarif wurde im Oktober 2024 angekündigt, Zahlen für 2026 sind nicht öffentlich – die Protokolle des Stadtrats für Ende 2025 wurden nicht veröffentlicht. Nimm die Preise also als Richtwert und frag an der Kasse nach. Und noch einmal, weil es wichtig ist: Turm und Werft gehören der Stadt Alanya, nicht dem Kulturministerium, deshalb gilt der Museum Pass hier nicht. In der Burg von Alanya gilt er dagegen – ohne Pass zahlen Ausländer dort separat 12 Euro. Wir waren schon in der Damlataş-Höhle und hatten keine Lust auf die Werft, deshalb haben wir das einfachste Ticket nur für den Turm genommen. Seit 2017 fährt in Alanya die Seilbahn Alanya Teleferik, die es bei unserem Besuch noch nicht gab. Sie bringt dich vom Kleopatra-Strand (Talstation Damlataş) hinauf auf den Burgberg – das spart dir den langen Aufstieg zu Fuß oder die Taxifahrt. Die Seilbahn fährt von 09:30 bis 23:00 Uhr. Gut zu wissen: Für Ausländer gilt ein eigener, deutlich höherer Tarif – hin und zurück 620 Lira, türkische Staatsbürger zahlen 250 Lira, Studenten 125 (laut aktueller Preisliste des Betreibers, Stand September 2026). Online-Tickets gibt es nicht, nur an der Kasse. Mehr auf der Website des Betreibers. Günstiger kommst du mit dem Stadtbus Nr. 4 „Cuma Pazarı – Kale“ hinauf zur Burg. Wie oft er fährt, ist unklar: Die Fahrpläne im Netz widersprechen sich (von drei Fahrten am Tag bis alle 30 Minuten) – schau am besten an der Haltestelle nach. Der Kızılkule steht im Hafen von Alanya, direkt an der Promenade – du kannst ihn gar nicht verfehlen. Der Rote Turm auf der Karte: Adresse: Red Tower, Iskele Cad, 07400 Alanya, Türkei. Und jetzt kommst du mit auf einen Spaziergang durch den Turm und die Umgebung. Blick vom Eingang des Turms auf die Promenade – genau hier setzt dich das Taxi ab: Früher hieß es, jedes Jahr kämen Millionen Touristen zum Turm. Die offizielle Statistik sagt etwas ganz anderes: Von Januar bis August 2025 besuchten 28.414 Menschen den Kızılkule, das sind rund 115 pro Tag. Gute Nachricht für dich: Schlangen gibt es hier nicht. Hier ist gerade eine Reisegruppe auf dem Weg in den Turm: Der Fuß des Turms versinkt förmlich in Blumen: Links vom Eingang liegt ein kleiner Strand. Viel Platz ist dort nicht: Zeitweise reicht das Wasser bis direkt an die Mauern, und vom Sandstreifen bleibt kaum etwas übrig. Am Eingang zeigen Schilder den Weg zum Roten Turm, zur Werft und zu anderen Sehenswürdigkeiten: Dieser Weg führt zum Eingang (hier gehen wir entlang), links geht es zur Werft: Blick durch eine Schießscharte auf ein Schiff. So hat man wohl früher nach feindlichen Schiffen Ausschau gehalten: Hinter diesem Katapult geht es zur Werft, wir laufen aber weiter. Die Werft hat übrigens ihr eigenes Ticket (nach dem letzten Tarif 100 Lira): Wir gehen den Weg entlang der alten Mauern: In der Ferne ist schon die Kasse zu sehen: Wir haben damals die ganz normalen Tickets für je 4,5 Lira gekauft: Der Eingang zum Kızılkule: Wie die Schilder zeigen, solltest du den Turm auf keinen Fall mit hohen Absätzen besuchen. Warum, merkst du spätestens auf dem Weg nach oben: 85 steile Stufen auf Stilettos – das schafft kaum jemand! So schlicht sieht das ethnografische Museum aus: Die Entstehungsgeschichte des Turms: Bei unserem Besuch bestand das Museum aus Fotos, Texttafeln und einer Sammlung von Schiffsmodellen aus verschiedenen Epochen. Hier eines davon: Dazu erstaunlich viele Fotos von der Krim, zum Beispiel aus Feodossija: Noch ein Schiff. Genau so eines habe ich mal in einem Film gesehen – solche Schiffe fuhren mit Segeln und mit Hunderten Sklaven an den Rudern: Überall in den Mauern findest du Schießscharten, durch die man früher nach feindlichen Schiffen spähte. Diese hier ist gerade mal handbreit – und draußen fährt gerade vorbei … kein Piratenschiff, sondern ein ganz normales Ausflugsboot: Kanonenkugeln im Roten Turm von Alanya: Mitten im Turm, hinter diesen Ziegelwänden, liegt eine große Zisterne, in der früher der Trinkwasservorrat lagerte. Von oben sieht man nicht hinein – laut der Stadt Alanya ist die Zisterne aber bis heute in Betrieb: Auf diesem Foto siehst du, wie steil die Treppe nach oben führt. Bis zur Spitze des Turms sind es 85 Stufen! Die Halle im Turm ist beeindruckend hoch. Überhaupt staunt man hier drinnen, wie solide die Menschen vor Jahrhunderten bauen konnten: Alte Türen: Vom Turm aus blickst du auf den Hang mit den Häusern der Einheimischen. Wer wohnt da wohl, und seit wann? Wie lebt es sich direkt neben so einem mächtigen, alten Nachbarn? Eines ist sicher: Die Aussicht aus diesen Fenstern ist traumhaft! Der Blick auf Stadt und Hafen ist nicht weniger schön: Noch eine Treppe nach oben: Hier siehst du, wie eng die Kurven im Turm sind – erinnerst du dich an die Warnung mit den Absätzen? Die oberste Plattform. Über die Treppen kommst du ganz nach oben, und von dort hast du einen herrlichen Rundumblick auf Meer und Stadt: Blick auf die Berge von Alanya. Oben in der Ferne sind die Mauern der Burg von Alanya zu sehen: Direkt an den Festungsmauern steht ein Wohnhaus. Überhaupt gibt es entlang der Mauern viele Häuser, oft laufen Hühner und andere Tiere herum. Das Leben geht hier einfach seinen Gang: Malerischer Blick auf den Hafen und die Werft: Ausflugsschiffe – mit einem davon sind wir auch gefahren: Dieselben Schiffe, etwas näher: Noch ein Blick auf Hafen und Schiffe – hier könnte man stundenlang sitzen und aufs Meer schauen: Jetzt gehen wir den Weg entlang, den wir von oben gesehen haben (unterhalb der linken Mauer steht das Wohnhaus): Hier geht es nicht weiter – ein Gitter: Also zurück, und dabei genießen wir die Aussicht: So sieht der Turm von oben aus. Erstaunlich, wie schmal diese winzigen Schießscharten sind: Den Kızılkule solltest du in Alanya nicht auslassen. Mir haben vor allem der Turm selbst und die Aussicht gefallen – vom Turm wie von den Festungsmauern. Das Museum fand ich weniger spannend, bei uns waren es nur ein paar Exponate. Ethnografisch heißt es übrigens, weil dort laut der Provinzverwaltung Antalya seit 1979 Alltagsgegenstände aus der Region Alanya gezeigt werden: Teppiche, Kelims, Kleidung, Küchengeräte, Waffen, ein Webstuhl und ein Nomadenzelt der Yörük. Wenn du mit Schulkindern reist, nimm sie unbedingt mit – der Turm wird ihnen gefallen! Pass nur gut auf sie auf und lass sie nicht allein herumlaufen. Für ganz kleine Kinder ist es dort eher langweilig, und mit ihnen hochzusteigen ist mühsam. Für den Turm und die Umgebung würde ich mindestens eine bis anderthalb Stunden einplanen, gern auch mehr – vor allem, wenn du gern einfach dasitzt und die Aussicht genießt. Ich habe versucht, dir den Kızılkule aus allen Blickwinkeln zu zeigen, aber mit eigenen Augen ist es natürlich schöner. Bis du selbst in Alanya bist, schau dir unser kurzes Video an, das wir von den Mauern des Kızılkule aus gedreht haben: Du suchst noch eine Unterkunft in Alanya? Freie Hotels und Apartments in Alanya mit Preisen für deine Reisedaten findest du hier. Was möchtest du noch über die türkische Mittelmeerküste wissen? Schreib es uns in die Kommentare. Gute Reise!1. Kurz und knapp: Geschichte und Fakten


2. Praktische Infos
2.1. Öffnungszeiten
2.2. Tickets und Preise

2.2.1. Mit der Seilbahn hinauf zur Burg
2.3. Wo liegt der Rote Turm in Alanya?
2.4. Anfahrt
3. Rundgang in Bildern: der Kızılkule und die Aussicht






































4. Fazit und unsere Eindrücke
Roter Turm in Alanya (Kızılkule): Eintritt, Öffnungszeiten, Anfahrt und Rundgang
Stand: September 2026
